Iberian Honeymoon Tour Part 4


Verbranntes Land

Tag 22.    16.09.17    Sonnenschein

 

Mit einem traurigen Blick verabschiedeten wir uns von dem kleinen Dorf. Wieder mal wären wir gerne länger geblieben und hätten den Charme des Dorfes länger auf uns wirken lassen.

Doch bevor wir die Serra da Estrela verließen, machten wir noch einen Halt auf dem höchsten Berg des Serra.

Mit 1995m war dies hier der höchste Punkt.

Wieder mal war es eiskalt und windig hier oben. ich behielt sogar meinen Helm auf, so frisch war es. Nach den obligatorischen Fotos machten wir uns also wieder auf den Weg. Unser Ziel war die Küste, um genauer zu sein, Lissabon.

Die Fahrt war fantastisch! Tolle kurvige Strecke, mit obskuren Felsformationen und tollen Aussichten.

Im Tal angekommen war es gleich viel wärmer und 80 km später konnten wir auf den Berg zurückblicken auf dem wir bis vor kurzem noch gestanden hatten.

Langsam verwandelte sich die karge felsige Landschaft in dichte bewaldete Hügel.

Wieder reihte sich eine kurvige Straße an die nächste, als auf einmal hinter der nächsten Kurve das zu sehen war, was Portugal vor ein paar Wochen heimgesucht hatte.

Uns offenbarten sich riesige verbrannte Flächen. Die verheerenden Waldbrände hatten ganze Arbeit geleistet. So etwas hatten wir vorher noch nicht gesehen. Selbst Straßenschilder und Leitplanken waren verbrannt.

In den Nachrichten erfuhren wir, dass der Brand hier 65 Menschenleben gekostet hat. Ehrfürchtig und mit einem mulmigen Gefühl fuhren wir durch das Gebiet und waren froh nicht ein paar Wochen vorher angereist zu sein.

Irgendwann trafen wir wieder auf satte grüne Landschaften. Etwas später hielten wir an einer Tankstelle, aßen Käse und Brot, bevor wir die Strecke nach Lissabon durchfahren wollten.

Erst gegen 18:00 Uhr erreichten wir unser Hotel, aber wir sind super durch die Stadt gekommen. Kaum Verkehr und auch ohne verfahren. Wir bezogen unser Zimmer, duschten und suchten uns gleich ein Restaurant da wir mal wieder am verhungern waren.

Unterwegs fanden wir ein nepalesisches Restaurant in das ich Marco sofort rein zog. Seit ich Nepal mal besucht hatte, hatte ich mich in Land, Leute und Essen verliebt. Ich bestellte für uns beide und es war wirklich großartig. Alleine beim tippen dieser Zeilen läuft mir wieder das Wasser im Munde zusammen.

Jedenfalls haben wir gut gegessen und werden am darauf folgenden Tag Lissabon erkunden.

 

Gefahrene Kilometer: 352

Ort: Lissabon

Hotel: Amazonia Lissabon


Lissabon

Fortsetzung folgt...

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