TransAlp X Germany

Die Idee hinter dem Namen? Deutschland zu durchfahren und dabei von Stammtisch zu Stammtisch zu reisen. Jeden Tag neue Leute, jeden Tag eine neue Unterkunft und ein anderer Stammtisch. Die Idee gefällt uns, und so melden wir uns an, für einen Trip durch Deutschland mit Freunden.


Tag 1.                 25.07.18                     Sonnig                  34°

 

Sonsbeck --------> Mühlacker

 

Um 05:45 Uhr klingelt der Wecker. Wir wollen unbedingt früh los, denn zu diesem Zeitraum fegt eine Hitzewelle über Deutschland hinweg. Temperaturen über 30° waren zu der Zeit keine Seltenheit.

Dementsprechend geht es zeitig los und wir nehmen die knapp 500 km, die vor uns liegen, in Angriff.

Unser erste Ziel ist Mühlacker. Von hier aus soll es nicht direkt zur TransAlp X Germany Tour losgehen, sondern zu unserer guten Freundin Andrea. Sie hat uns angeboten bei ihr zu übernachten und freudestrahlend nehmen wir die Einladung entgegen. Sie würde uns dann am nächsten Morgen zum Startpunkt begleiten und dann dort verabschieden.

Zu aller erst müssen wir jedoch vorher bei ihr ankommen...

 

Und so geht es leider zuerst auf die Autobahn, um wenigstens etwas Strecke zu machen. Wir folgen der A57 knapp 100km bevor wir auf die A1 abbiegen und diese dann hinter Köln verlassen. Ab jetzt erwartet uns endlich die Landstraße.

Bis zum ersten Tankstop hinter Koblenz, sind die Temperaturen noch angenehm. Jetzt ab 09:30 Uhr entscheiden wir uns bereits unsere Jacken gegen Protektorenhemden und Offroad Jerseys einzutauschen.

Gleich vorab, geschwitzt haben wir trotzdem ;)

 

Eine kurze Pause im Schatten, dazu ein paar Schnittchen und viel Wasser
Eine kurze Pause im Schatten, dazu ein paar Schnittchen und viel Wasser

Wir folgen der B9 Richtung Süden und genießen es entlang des Rheins zu fahren.

Leider endet unser Weg hier irgendwann und wir müssen auf überfüllte Landstraßen und Bundesstraßen wechseln. Hier wird das Fahren bei der Hitze und dem Verkehr echt zur Qual. Gefühlt alle 100m eine rote Ampel und wir schwitzen einfach wie verrückt...

Doch irgendwann schaffen wir es vor und dann in Andreas Garage. Sie erwartet uns bereits und machte sogleich einen Schnappschuss von uns.

Fix und fertig, aber glücklich!
Fix und fertig, aber glücklich!

Nach einer dringend notwendigen Dusche fühlen wir uns gleich noch besser. Andrea serviert selbstgemachte Spaghetti und verwöhnt uns. Im Anschluss machen wir bei etwas kühleren Temperaturen noch einen Spaziergang und quatschen den ganzen Abend. Einfach herrlich.

Hier nochmal vielen Dank an Andrea für das Aufnehmen und die Bewirtung :)

 

Gefahrene Kilometer: 455


Tag 2.                       26.07.18                             Sonnig und heiß!!!!!!

 

Maulbronn --------> München

 

Um 06:30 Uhr kriechen wir aus Andreas Schlafzimmer. Wir werden gut gelaunt und mit frischem Kaffee begrüßt. Direkt danach sitzen wir beim Bäcker und genießen noch in der angenehmen Kühle ein leckeres Frühstück.

Pünktlich rollen wir dann aus Andreas Garage, um kurze Zeit später am Maulbronner Kloster die anderen Teilnehmer der TransAlp X Germany zu treffen. Nach einer kurzen Einweisung und einem Gruppenfoto geht es dann auch schon los. Vorher verabschieden wir uns natürlich noch von Andrea.

Let the Journey begin!
Let the Journey begin!

Mit 13 Leuten fahren wir durch tolle Landschaften und klasse Straßen. Allerdings machen sich auch hier die Temperaturen schnell bemerkbar. Dementsprechend machen wir viele Pausen und doch nagt die Hitze gefühlt irgendwie an der Kondition. Zudem kommen wir in dieser Gruppenstärke natürlich nicht so schnell voran wie alleine. 

Trotzdem macht es Spaß und bei einem besonderen Pausenstop, ergattere ich sogleich ein Souvenir in Form eines Kühlschrankmagneten.

Ich präsentiere den Blautopf!

Dieser liegt in Blaubeuren und macht seinem Namen alle Ehre. Hier taucht man 22m hinab, durch einen Schlund in ein tiefes Höhlensystem unter der Erde. Ich bin total begeistert und würde am liebsten gleich hinein springen. Aber selbst die besten Taucher haben hier noch nicht alles erforscht, so gefährlich ist dieses Tunnelsystem. Somit begnügen wir uns eben über dem Wasser mit Kaffee, alkoholfreiem Radler und Kuchen.

Nach der Pause geht es fröhlich weiter, bis sich auf einmal ein Teil unserer Gruppe verliert. Keine Ahnung wie das passieren konnte, doch nach einer kurzen telefonischen Absprache fahren wir in zwei Halbgruppen weiter. Unser Trupp beschließt sogleich bis zum Ziel durch zu fahren. Wir nicken zustimmend und schon geht's wieder los! Gegen 19:00 Uhr erreichen wir das Hotel, an dem uns der Stammtisch München mit Applaus und Gejohle empfängt. Was für ein toller Empfang!

Sofort geht es in die Vorstellungsrunde, selbstverständlich mit kühlen Getränken...

Ca. eine Stunde später, trifft die zweite Gruppe ein.

Es wird gequatscht und gelacht und erst nach vielem abklatschen schaffen wir es uns los zu reißen und endlich duschen zu gehen. Die Zimmer sind zwar etwas klein, aber schön sauber und gut ausgestattet.

Danach geht es wieder runter zum Abendessen und geselligem Beisammensein. 

Es ist einfach toll, wenn man mit wildfremden Leuten den ganzen Abend über Motorräder oder über Gott und die Welt reden kann.

 

Gefahrene Kilometer: 370

Toller Empfang, tolles Hotel und tolle Leute!
Toller Empfang, tolles Hotel und tolle Leute!

Tag 3.                       27.07.18                             Sonnig und heiß!!!!!!

 

München --------> Weiden

 

Todmüde bin ich gestern gegen 23 Uhr ins Bett gefallen. Dementsprechend erwache ich am nächsten morgen relativ ausgeschlafen um 07:00 Uhr.

Da noch alles ruhig ist, beschließe ich, noch schnell eine Runde laufen zu gehen.. Die Sonne macht sich mit den warmen Temperaturen zwar bereits bemerkbar, doch trotzdem genieße ich es noch vorher etwas Bewegung zu haben. Nach sechs Kilometern bin ich wieder zurück, springe unter die Dusche und gehe im Anschluss mit Marco frühstücken.

Ein Parkplatz voller Motorräder! So muss das sein!
Ein Parkplatz voller Motorräder! So muss das sein!

Danach geht es auch schon los.

Um schnell aus München raus zu kommen, fahren wir auf die Autobahn. Leider entsteht hier eine halbe Katastrophe, denn scheinbar verpassen ein paar den Wechsel auf die nächste Autobahn und so stehen plötzlich Teile mitten auf eben dieser, während andere weiter fahren. Totales Chaos! Zum Glück haben LKW und Autofahrer gut reagiert und es ist niemandem etwas passiert.

Die verlorenen Teile sammeln wir später auf einem Parkplatz ein. 
Aufgrund diesen schlechten Starts, beschließen Marco und ich erstmal eine Weile alleine weiter zu fahren. Uns ist die Gruppe einfach zu groß und wir wollen diesmal nicht ganz so spät ankommen. Zum Glück wurden uns alle Routen vorab bereitgestellt und so können wir entspannt zu zweit weiter fahren!

Die Strecken sind einfach fantastisch! Walli, die Organisatorin hat wirklich großartige Arbeit bei der Ausplanung der Strecken geleistet. Von herrlichen Landstraßen bis hin zu Offroad Anteilen ist alles dabei. Wir kommen gut voran und sind gegen 18:00 Uhr am Hotel.

Im Hotel duschen wir erstmal ausgiebig, waschen danach etwas Wäsche und unterhalten uns bei einem kühlen Bier mit Jürgen. 

Jürgen ist mit seiner BMW heute dazu gestoßen und wir hatten bereits Kontakt über meine Homepage aufgenommen. Es ist toll, sich jetzt live zu unterhalten.

Etwa 90 Minuten später treffen die anderen ein. Auch der Rest gönnt sich erstmal eine Dusche und was kühles zum trinken.

Dementsprechend ist es bereits 20:30 Uhr bevor wir was zu essen bestellen.

Trotzdem verläuft der Abend super und wir sitzen lange draußen und betrachten als Highlight auch noch die blutrote Mondfinsternis.

 

Gefahrene Kilometer: 322


Gleich geht es los!
Gleich geht es los!

Tag 4.                       28.07.18                             Sonnig und heiß!!!!!!

 

Weiden --------> Berlin

 

Bis um 08:00 Uhr haben wir heute ausgeschlafen und waren dementsprechend mit die letzten am Frühstückstisch. Trotzdem lief zeitlich alles super und wir konnten gestärkt in den Tag starten.

Heute wollten wir wieder gemeinsam mit den anderen fahren und rollten so zusammen gegen 10:00 Uhr vom Schlosspark.

Die ersten 100 km fuhren wir über schöne Landstraßen bis hinter "Hof". Hier besuchten wir ein Dorf, welches als großes Museum dient und noch sehr deutlich zeigt, wie es zu DDR Zeiten ausgesehen hat. Grenzmauern, Zäune und hohe Wachtürme machten einem deutlich wie rigoros hier die Grenzen kontrolliert wurden. Zum Glück gibt es das heute nicht mehr!

Im Anschluß ging es für über 100 km auf die Autobahn. Wir mussten etwas Zeit und Strecke wieder gut machen. Diesmal klappte alles reibungslos und wir fuhren bei Wittenberg von der Autobahn ab.

Hier schauten wir uns die Thesentür von Martin Luther an. Es war wirklich interessant und gerne hätte ich mir hier alles genauer angesehen, doch es war einfach zu heiß...

Schnell verkrochen wir uns in den Schatten einer Gaststätte und tranken was kühles. Einige stapften tapfer weiter, doch mir machte die Hitze echt zu schaffen. So entspannten wir bei netten Gesprächen, bevor es weiter ging. Die letzten Kilometer standen vor uns. Diese verflogen förmlich bis kurz vor Berlin.

Hier mussten wir uns durchs Verkehrschaos quälen. Autos, Busse und LKWs machten es uns nicht gerade einfach zusammen zu bleiben, doch irgendwie schafften wir es gemeinsam bis zum AppleCity Hotel. Hier wartete bereits Bernhard vom Stammtisch auf uns und wies uns ein.

Klitschnass und total geschafft sprangen wir unter die Dusche bevor wir ins "Walhalla" schlenderten.

Hier hatte Bernhard für uns reserviert und der Laden, sowie die Leute waren total klasse. Die Preise waren top und die Stimmung ausgelassen. Bis 23 Uhr saßen wir gemeinsam und genossen die endlich kühlere Abend Brise und das gesellige Beisammen sein. Es war toll, quasi jeden Abend mit jemand anderem zu quatschen und eben diesen genauer kennen zu lernen.
Dann hieß es aber ab ins Bett, denn morgen wollten wir früher aufstehen um noch ein Foto am Reichstag zu machen :)

 

Gefahrene Kilometer: 402


Fortsetzung folgt...