Iberian Honeymoon Tour Part 3


Ein regnerischer Tag

Tag 15.        09.09.17            14° - 22°          Bewölkt mit Regen  

Düster wirkte der Himmel über uns an diesem morgen...

Ohne zu frühstücken packten wir schnell unsere Klamotten und hofften schnell genug dem Regen irgendwie davon zu kommen. Doch 30 km später mussten wir unsere Regenkombis überziehen. Es schüttete und schüttete...

Der Wettergott war wohl heute nicht auf unserer Seite.

Das erste Mal in diesem Urlaub sank meine Laune. Überall waren schleichende spanische Autofahrer unterwegs, dazu der Regen und das Gefühl überhaupt nicht voran zu kommen.

Als wir dann auch noch auf einen Dirt Track auswichen, nur um 20 m später anzuhalten und umzudrehen, war meine Stimmung kaum noch zu halten.

Der Dirt Track entpuppte sich nämlich als Lehmpiste die augenblicklich unsere Reifen zu setzte.

Wir drehen lieber um, wer weiß was uns erwartet!
Wir drehen lieber um, wer weiß was uns erwartet!

Mit Mühe und Not, und viel schieben, schafften wir es wieder auf die Straße. Unsere Stiefel und Reifen trugen eine fette Schlammschicht mit sich, die sich nur schwer und langsam löste. Zum "Glück" regnete es darauf wieder ordentlich, so dass der Dreck etwas besser abfiel. Nach ein paar Kehren entdeckten wir übrigens den Ausgang des Dirt Tracks und waren unheimlich froh umgedreht zu haben.

Der Track führte zwar wieder auf die Straße, aber in einem Gefälle, da hätte ich mir in die Hosen gemacht! Zudem lagen auf dem Weg überall fette Baumstämme und Steine.  Da waren wir wirklich froh, dass unser Verstand und nicht unsere Abenteuerlust gesiegt hatten, denn den Single Track wäre ich nie heile herunter gekommen.

Wir atmeten durch und wären wir unsere Reifen in einem kleinen Bach wuschen, tauchte ein  paar Minuten später die Sonne auf...

In einem Dorf, unweit von "Fuente De", machten wir halt und bestellten uns unsere erste richtige spanische Paellea! Mein Gott war das lecker!

Ich verliebte mich gleich in dieses Gericht und beschloss das als mein neues Hauptnahrungsmittel auszurufen.

Gnädigerweise, schien sogar so lange die Sonne, während wir draußen saßen und unser Mahl genossen. 

Man muss wissen, dass die Straßen die wir gerade befuhren ein wahres Paradies sind. Eigentlich....wenn die Sicht  gut ist und es nicht regnet. Denn wir befanden uns beim National Park "Picos de Europa". Herrliche Straßen und noch schönere Landschaften. Doch dazu später mehr.

Pünktlich nach dem Essen, fing es wieder an zu regnen.

 

Die folgenden Fotos entstanden bei kurzen Regenpausen über den Tag verteilt.

Die letzten 150 km des Tages waren anstrengend für mich. Es war nass, mir war kalt und die traumhafte Landschaft lag versteckt hinter dicken grauen Wolken.

Doch irgendwann waren wir mitten im Herzen des "Picos de Europa" angekommen und ich fuhr mit offenem Mund. Das was sich hinter den Wolken erahnen ließ, ließ auch mein Herz höher schlagen. Wie sehr hoffte ich auf besseres Wetter am nächsten Morgen!

Aufgrund des Wetters hatten wir uns für eine feste Unterkunft entschieden und bereuten die Entscheidung keine Sekunde lang. Ich erst nicht, nachdem ich mich für eine halbe Stunde in die heiße Wanne zum aufwärmen gelegt hatte ;)

Während Marco heroisch nochmal los fuhr um uns was zu essen zu besorgen, machte ich mich noch vor der Wanne daran die Wäsche per Hand zu waschen, da das Hotel (scheinbar) keine Waschmaschine besitzt. Da das Ambiente des Zimmers aus einem Bett und einem Stuhl bestand, hängte ich die Wäsche auf den Balkon in der Hoffnung das Regen die Wäsche nicht erwischt. 

Nachdem wir uns aufgewärmt und gereinigt hatten, gab es einen leckeren Salat für uns mit Dosenbier. Wir saßen auf dem Bett und planten nebenbei den morgigen Tag.

Da sollte es für uns nämlich wieder zu Fuß weiter gehen.

Laut Wetterbericht sollte es morgen nicht mehr regnen. Ich drückte ganz fest alle meine kleinen Daumen.

 

 

Gefahrene Kilometer: 344

 

Ort: Arenas de Cabrales

Hotel: Principado de Europa


Fortsetzung folgt...

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